Stadtexkursion nach Völklingen

Im Rahmen unseres aktuellen Themas startete unser Erdkunde Leistungskurs 12 eine Tagesexkursion nach Völklingen, um zu erkunden, wie sich der Strukturwandel im Saarland auf die Stadtentwicklung auswirkt. 

Angekommen im neuen Rathaus der Stadt Völklingen informierten uns die Stadtplaner über die Geschichte und den aktuellen Zustand des Mittelzentrums sowie über bereits umgesetzte und bevorstehende Projekte, deren Ziel es ist, die Stadt in Zukunft attraktiver zu gestalten. 

Der in den vergangenen Jahren steigende Attraktivitätsverlust der Innenstadt durch die Häufung von Ladenleerständen, überdurchschnittlicher Arbeitslosigkeit sowie einer überalterten Wohnsubstanz und einem überdurchschnittlichen Anteil an Bewohnern mit Migrationshintergrund trugen wesentlich zur Entwicklung eines Negativimages der Stadt bei.
Die Folgen der Montankrise wurden uns noch einmal durch eine sogenannte „Abwärtsspirale“ verdeutlicht. In der anschließenden Stadtführung wurde dies sehr deutlich. Bei diesem Erkundungsgang durch das Innenstadtdreieck wurden wir auf problematische Stellen hingewiesen, aber auch auf Flächen, die bereits erneuert wurden und auf andere, die es in naher Zukunft noch werden. 

Nachmittags besuchten wir das Weltkulturerbe Völklinger Hütte. Sie ist eine von derzeit 42 Weltkulturerbestätten der UNESCO in Deutschland. Die weltweite Stahlkrise in den 1970er Jahren erfasste auch die Völklinger Hütte und führte 1986 dazu, dass die Roheisenphase der Völklinger Hütte endete.

Durch die dunklen Gänge der Möllerhalle stiegen wir hinauf auf die Aussichtsplattform am Hochofen, von welcher sich der Blick auf die Stadt Völklingen und das aktive Werk der Saarstahl AG öffnete, in der heute vorwiegend Spezialstähle produziert werden. In der ca. 3 stündigen Führung erfuhren wir viel über die Geschichte der Völklinger Hütte, welche in aktiven Zeiten viele Arbeitsplätze bot: 1965 arbeiteten dort mehr als 17.000 Menschen - die höchste Beschäftigtenzahl in der Geschichte der Völklinger Hütte.

Als wir um halb 5 zurück in Trier ankamen, endete für uns ein interessanter und erkenntnisreicher Tag, an dem wir viel über die Auswirkungen der Montankrise erfuhren.

Donya Sharifi (MSS 12)

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