Social Media and Me – It's a Match?

Während der Projektwoche vom 22. bis 25. September beschäftigten sich zwei Projektgrupen mit dem Thema Mediennutzung. Bei einem Workshop des Media:Forum erhielten sie Einblicke in den Berufsalltag einer Journalistin des SWR und setzten sich zugleich mit ihrer eigenen Nutzung sozialer Netzwerke und Künstlicher Intelligenz auseinander. 

Während der diesjährigen Projektwoche des FWG beschäftigten wir uns in zwei Gruppen, den Medienscouts, unter der Leitung von Frau Bahr und Frau Fait, und der Gruppe „Journalismus in Gefahr?“, unter der Leitung von Frau Leitzgen und Herr Witzel, ausführlich mit den Auswirkungen von KI und Social Media. In Begleitung unserer Lehrkräfte nahmen wir an einem Workshop des Media:Forum teil. Dabei erhielten wir einen Einblick in den Alltag einer Journalistin, konnten unser Wissen vertiefen und unsere eigene Nutzung digitaler Medien reflektieren.

Dort angekommen lernten wir Paul Kersthold und Andrea Meisberger, Redakteure des SWR, sowie Anna Strunk, eine Mitarbeiterin des Media:Forum, bei einer kurzen Präsentation kennen.

Zu Beginn des Workshops erzählte uns Andrea von ihrem Beruf als Journalistin und teilte persönliche Erfahrungen mit uns. Besonders eindrücklich war ihr Bericht über die Amokfahrt im Dezember 2020 in Trier, bei der sie vor Ort war. Sie musste sich über das Geschehen informieren und die Informationen anschließend an ihre Kolleg:innen im Studio weitergeben. Solche Ereignisse würden sie bis heute begleiten. Dabei wurde uns deutlich, wie abwechslungsreich, aber auch anspruchsvoll dieser Beruf sein kann. Wie Andrea erklärte: „Ein Journalist ist 24/7 Journalist.“

Doch die Arbeit der Journalist:innen beschränkt sich längst nicht mehr auf Zeitung und Radio. Durch kleine Aufgaben, wie ein Quiz, erfuhren wir mehr über die Online-Formate des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (ÖRR), deren Inhalte sich hauptsächlich an Jugendliche richten. Ein Beispiel für diese Formate war der Instagram-Account „dasding.trier“, welcher tatsächlich von Paul selbst geführt wird. Anschließend lernten wir zwei der wichtigsten journalistischen Prinzipien des ÖRR kennen: das „Vier-Augen-Prinzip“ und das „Zwei-Quellen-Prinzip“. Ersteres besagt, dass eine weitere Person Inhalte vor der Veröffentlichung überprüfen sollte. Das Zwei-Quellen-Prinzip bedeutet, dass wichtige Aussagen durch mindestens zwei vertrauenswürdige Quellen belegt werden sollten. Danach forderte Paul uns auf, uns zu verschiedenen Aussagen über unsere eigene Mediennutzung räumlich zu positionieren. Eine davon lautete beispielsweise: „Ohne mein Handy bin ich nicht glücklich.“ Daraufhin erhielten wir zwei Arbeitsblätter, auf denen wir festhalten sollten, was uns ausmacht und interessiert. Nach einem Video des ZDF über Algorithmen verglichen wir unsere Ergebnisse mit unseren eigenen Social-Media-Feeds. Dabei wurde deutlich, wie stark Algorithmen beeinflussen können, welche Inhalte und angezeigt werden und wie schnell dadurch eine sogenannte „Blase“ entstehen kann. Nach weiteren Mentimeter-Quizzen beschäftigte Anna sich mit uns u.a. mit Deepfakes. Wir lernten, wie wir diese mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugten oder manipulierten Inhalte funktionieren, woran man sie erkennen kann und was sie auslösen können. 

Zum Abschluss erklärten wir selbst, worin der Unterschied zwischen Influencer:innen und Journalist:innen besteht. Über eine Website gab Paul uns außerdem die Möglichkeit, Feedback zum Workshop zu geben. Insgesamt bot der Workshop durch seine abwechslungsreiche und interaktive Arbeitsweise eine gelungene Ergänzung zu unserem jeweiligen Projekten. Wir konnten nicht nur Einblicke in den Journalismus gewinnen, sondern auch unseren eigenen Umgang mit Social Media kritisch Hinterfragen. Die Verbindung zwischen persönlichen Erfahrungen, praktischen Aufgaben und aktuellen Themen machte den Workshop besonders interessant. Wer sich ebenfalls für das Media:Forum interessiert, hat am 12. November dieses Jahres die Möglichkeit, dort einen Medientag zu besuchen und weitere Einblicke in die Welt der Medien zu erhalten.

(Viktoria Pohr, MSS 11)

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