Die Devise: Für eine Woche ab nach Italien. Und so trafen an einem ruhigen Freitagnachmittag 17 Schüler und ihre zwei Begleiter am Flughafen in Pescara – nach einer vierstündigen, den Reisenden aber sehr kurzweilig erscheinenden Reise – ein.
Dort wurden wir – also Schüler aus der zehnten, elften und zwölften Klasse des AMG und FWG sowie Frau Moser und Herr Groß – von Mirko, dem italienischen Deutschlehrer, in Empfang genommen und per Bus nach Ascoli Piceno gebracht. Soweit hatten wir unser Ziel also schon mal erreicht und waren in unserer Partnerstadt heil und vollständig angekommen.
Als Nächstes wurden wir von unseren Austauschpartnern abgeholt und verbrachten den ersten Nachmittag mit einem kleinen Aperitivo, Eis oder der Erkundung der Gegend. Auch das sich anschließende Wochenende wurde mit der Gastfamilie verbracht. Einige fuhren zum Feiern des Tages der Befreiung nach San Marco, einer Art Festival, bei dem auch gezeltet wurde; andere fuhren bei bestem Wetter an den Strand und veranstalteten dort eine Wasserschlacht. Da es an diesen Tagen kein Programm gab, hatten wir alle genügend Zeit, unsere Austauschschüler sowie ihre Familien und Freunde richtig kennenzulernen und die italienische Kultur zu erleben. Besonders eindrücklich fanden übrigens alle die traumhafte Landschaft mit dem adriatischen Meer auf der einen und den Abruzzen auf der anderen Seite.
In den folgenden Tagen besuchten wir dann mit einer Gruppe aus deutschen und italienischen Schülern und unseren zwei Lehrern Rom und Ascolis Innenstadt. Die Italiener übernahmen bei der Besichtigung Ascolis im Übrigen die Stadtführung und erzählten uns in ihrem durchaus gut verständlichen Deutsch etwas über die Geschichte der teils antiken und mittelalterlichen Bauwerke. Im Rathaus wurden wir dann noch einmal offiziell vom Bürgermeister in Italien willkommen geheißen. Am Dienstagabend wurde bei guter Stimmung nach italienischer Art Pizza gegessen. Dieses Abendessen wird wohl allen in guter Erinnerung bleiben, da auch die Italiener dabei waren und viele neue Freundschaften in italienischer und englischer Sprache entstanden.
Am nächsten Tag hieß es wieder früh aufstehen, um zu einer Grotte bei Frasassi zu fahren. Nach ein paar Navigationsproblemen und vier bereits zurückgelegten Stunden Busfahrt beschlossen wir dann aber doch, direkt zum Strand zu fahren und die Tropfsteinhöhle samt Herrn Groß’ Ausführungen über Stalaktiten und Stalagmiten zu überspringen. An diesem vorletzten Tag stellte sich bei einigen dann bereits die Erkenntnis ein, dass unser Kulturtrip bald ein Ende haben würde, was eventuell auch ein Faktor dafür war, dass alle am letzten, freien Tag noch einmal etwas Tolles unternommen haben. Ob Shopping, Geburtstagspartys, Spritztouren im FIAT oder das zehnte Eis – es war definitiv alles dabei. Und so fiel uns allen der Abschied am Freitagmorgen wirklich sehr schwer. Frau Moser und Herr Groß hatten netterweise Blümchen besorgt, die – begleitet von ein paar Tränen – an unsere Gastschüler verteilt wurden. Auch Mirko schien sehr gerührt und prophezeite direkt, dass er uns in Deutschland im September kaum werde verlassen können.
Alles in allem kann man wohl sagen, dass sich dem viele anschließen können werden. In dieser viel zu kurzen Woche haben sich alle ausgesprochen gut verstanden und fanden es so toll, dass wir es kaum erwarten können, im Herbst zu sagen: Willkommen in Trier!
Ein großer Dank unsererseits geht auch noch an Frau Moser und Herrn Groß, die immer einen ihrer Witze bereit hatten und auch alles organisiert haben. Ohne Sie, Principessa und Signor Grande, wäre die Reise in dieser Form wohl nicht möglich gewesen.
(Clara Stolz, MSS 11)



















