
Im Zentrum der praktischen Arbeit stand die Auseinandersetzung mit Dantes Weg durch die „dunkle Waldlandschaft“ – der selva oscura. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit der existenziellen Verlorenheit sowie den Mühen, die der Dichter überwinden muss, um schließlich zu Erkenntnis und innerer Entwicklung zu gelangen. Diese Themen wurden körperlich erfahrbar gemacht: In bewegten Gruppenbildern und Tableaus stellten sich die Jugendlichen gegenseitig Hindernisse in den Weg, verdichteten Enge, Orientierungslosigkeit und das Ringen um einen Ausweg. Auch das Betreten der Vorhölle wurde szenisch umgesetzt und als Schwellenmoment eindrucksvoll gestaltet. Ein besonderer Gewinn war die kontinuierliche Begleitung durch Damien, der mit viel Einsatz Einblicke in professionelles Tanztheater vermittelte und die Schülerinnen und Schüler gezielt in ihrer Ausdrucksfähigkeit förderte.
Am Sonntag, dem 12. April bot sich für die DarkSteller endlich die Gelegenheit, die gefeierte Inszenierung des Theater Trier live zu erleben. Die Produktion überzeugte durch starke, prägnante Bilder, eine dichte szenische Atmosphäre sowie ein stimmiges Zusammenspiel von Bühnenbild, eigens komponierter Musik, Beleuchtung und Kostüm. Das Ensemble beeindruckte durch Ausdruckskraft und zahlreiche für die Schülerinnen und Schüler wiedererkennbare Gestaltungsmittel aus dem Unterricht. Ein herausragender Lucifer blieb vielen besonders eindrücklich in Erinnerung!
Der Abend endete mit Standing Ovation vor ausverkauftem Haus – ein deutlicher Beleg für die Qualität der Inszenierung. Ein herzlicher Dank gilt hier noch einmal dem Theater Trier sowie Damien Nazabal für die inspirierenden Einblicke in die professionelle Theaterarbeit und die wertvolle Unterstützung dieses Projekts!
(Iris Hoffmann)