Festlicher Glanz in Heiligkreuz: FWG Trier begeistert mit traditionellem Adventskonzert

Über 100 musizierende Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums begeisterten das Publikum in der Pfarrkirche Heiligkreuz, die bis auf den letzten Platz gefüllt war.

Schon zu Beginn versprühte das Orientierungsstufenorchester unter der Leitung von Lisa Halm mit französischen und böhmischen Weisen adventlichen Charme und begeisterte durch intonatorische und rhythmische Präzision.

Besonders charmant präsentierte sich der Chor der Orientierungsstufe unter der Leitung von Verena Soffel: Mit der Geschichte von der „Weihnachtsgans Auguste“ und dem besinnlichen „Licht in der Winternacht“ sangen sich die jüngsten Talente mit ihren klaren Stimmen direkt in die Herzen der Zuhörer.

Auch das Publikum durfte an diesem Abend aktiv werden: zur stilsicheren Orgelbegleitung mit einfallsreichen Vorspielen von Tobias Reinholz konnten die Zuhörer selbst adventliche und weihnachtliche Lieder anstimmen.

Das Programm des Abends zeichnete sich durch eine große stilistische Bandbreite aus. Während der Grundkurs Musik der Jahrgangsstufe 11 unter der Leitung von Stefanie Lamberti mit der intonatorisch sauberen Interpretation des vierstimmigen Satzes von Dietrich Bonhoeffers Text „Von guten Mächten“ für einen Moment des Innehaltens und bei einigen Zuhörern für Gänsehaut sorgte, brachte die Churchband unter der Leitung von Thorsten Walter mit dem modernen Worship-Song „Praise“ eine frische, lebendige Energie in den Kirchenraum.

Der MSS-Chor unter der Leitung von Elisabeth Muß meisterte in der Interpretation des modernen Klassikers „Mary, did you know?“ den Wechsel zwischen den behutsamen, fragenden Strophen und den kraftvollen, fast hymnischen Passagen durch geschickte Phrasierungen mit Bravour. Einen stimmungsvollen Kontrast bildete der Chor mit dem Stück "¡Cantar!“. Hier verwandelte sich die Bühne mit lateinamerikanischen Salsa-Rhythmen in einen Ort voller Lebensfreude und Energie, die sich vor allem durch die stimmliche Präsenz des Chores auf das Publikum übertrug.

Mit der Jazzband und dem Swing Sextett unter der Leitung von Stefanie Lamberti erweiterte sich das stilistische Repertoire des Abends um einen weiteren Bereich: Mit „Ursula’s Freilach“, „Y did Nefesh“ und „Shalom aleichem“ zeigten die Ensembles die Bandbreite der Klezmermusik von rhythmisch prägnant bis emotional-melancholisch. Mit vielen beeindruckenden Improvisationen und mehrstimmigen Gesangsparts überzeugten die Schülerinnen und Schüler nicht nur musikalisch, sondern transportierten auch die Botschaft des Klezmers, nämlich die Weitergabe der Musik von Seele zu Seele.

Mit dem Jazz-Waltz „My favorite things“ rundete die Jazzband ihre Präsentation in gewohnt geswingter Weise ab und brillierte durch den gekonnten Wechsel zwischen differenzierten Solo- und Tutti-Teilen. 

Mit J.S.Bachs „Jesu bleibet meine Freude“ setzten der Schul- und der Orientierungsstufenschor unter der Leitung von Verena Soffel einen klangvollen barocken Akzent im Programm und konnten so ihren homogenen Chorklang präsentieren. 

Es folgte „Hail Holy Queen“ aus dem Film Sister Act. Hier erzielten der Schulchor und die begleitenden Instrumentalisten einen stimmungsvollen Kontrast zwischen andächtigem Choral und enthusiastischem Gospel.

Gemeinsam mit dem Schulorchester unter der Leitung von Thorsten Bock entfalteten die beiden Chöre dann mit dem atmosphärischen „Adiemus“ eine beeindruckende Klangfülle. Die Kombination aus den hellen Stimmen des Orientierungsstufenchores  und dem satten Fundament des Schulchores und Orchesters machte dieses Stück zu einem besonderen Klangerlebnis.

Die bekannten Melodien aus Tschaikowskys Ballett „Der Nussknacker“ präsentierte das Schulorchester unter der Leitung von Thorsten Bock in dem beschwingten Arrangement „Nutcracker Swing“. Das Orchester meisterte den anspruchsvollen Spagat zwischen klassischer Präzision und lässigem Swing mit spielerischer Leichtigkeit. Die Musikerinnen und Musiker glänzten hier durch einen Drive, der das Publikum sofort zum Mitwippen brachte. Ebenso beeindruckend war die Darbietung von „Dance of the Hours“ unter der Leitung von Lisa Halm. In den lyrischen, sanften Passagen zu Beginn bis hin zum rasanten, virtuosen Finale bewies das Orchester technische Finesse und eine beeindruckende dynamische Bandbreite.

Mit dem großen Finale „Christmastime“, bei dem alle Mitwirkenden, sowie der neu gegründete Lehrerchor unter der Leitung von Elisabeth Muß gemeinsam auf der Bühne standen, endete ein Abend, der die Besucher sichtlich beseelt entließ und Vorfreude auf das nächste Schulkonzert am FWG im Sommer 2026 weckte.

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