Klezmer-Musik mit Seele und Improvisation: Gelungener Konzertabend mit Stargast Helmut Eisel

In einem bewegenden und mitreißenden Konzert präsentierten die Jazzband und das Swing Sextett die beeindruckenden Ergebnisse eines intensiven Klezmer-Workshops. Die Ensembles zeigten am 13. November die gesamte Bandbreite dieser einzigartigen jüdischen Volksmusik.

Die "Sprechende Klarinette" inspiriert
Das besondere Highlight des Abends war der Auftritt des renommierten Klarinettisten Helmut Eisel. Er hatte die jungen Musiker bereits im Vorfeld im Rahmen eines Workshops inspiriert und trat nun aktiv mit ihnen auf der Bühne in ein musikalisches Gespräch. Der entscheidende Schwerpunkt dieses Workshops lag auf der freien Improvisation. Die Schülerinnen und Schüler demonstrierten ihr musikalisches Können bereits in den ersten beiden tänzerischen Freilachs, deren Melodien geschickt von Helmut Eisel aufgegriffen und bereichert wurden. Das Publikum wurde Zeuge seiner improvisatorischen Meisterschaft – und verstand sofort, warum man bei seinem Spiel von der "sprechenden Klarinette" spricht.

Die Bandbreite des Klezmers
Das Programm entfaltete die gesamte emotionale Bandbreite des Klezmers: Es reichte von der überschwänglichen, rhythmisch prägnanten, tänzerischen Freude der Freilachs, führte über die sehnsuchtsvollen, melancholischen Lieder, bis hin zur swingenden Liebesballade, die eine faszinierende Schnittstelle zwischen traditionellem Klezmer, Swing und Jazz bildete. Dabei wurden die Musikerinnen und Musiker des FWG selbst zu dem, was der Name Klezmer (abgeleitet von den hebräischen Wortwurzeln Kli (Gefäß) und Zemer (Lied) besagt: ein "Gefäß für Musik", durch das die Melodien mit Seele an die Menschen weitergegeben werden. Mit zahlreichen Improvisationen und mehrstimmigen Gesangsparts überzeugten die Schülerinnen und Schüler nicht nur auf hohem musikalischem Niveau, sondern transportierten auch die Botschaft des Klezmers: die Weitergabe der Musik von Seele zu Seele.

Das gesamte Projekt hat eindrücklich gezeigt, wie erfolgreich die junge Musikergeneration des FWG die emotionale Tiefe des Klezmers aufgreifen und mit ihrer eigenen Spontaneität und Musikalität bereichern kann.

(Stefanie Lamberti)

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