
Am Dienstag, den 10.06.2025, empfingen die Trierer Schüler*innen und ihre Familien die französischen Austauschschüler*innen am späten Nachmittag mit selbst gestalteten Plakaten am Hauptbahnhof Trier.
Am darauffolgenden Tag stand das Kennenlernen der Schule und die Erkundung der Trierer Innenstadt auf dem Programm. Der Schultag am FWG begann mit einem „Willkommenscafé“ und einigen Sprachspielen zum Abbau von Hemmungen und der Stärkung der Gruppendynamik. Nach einer Schulführung und dem Besuch einiger Unterrichtsstunden erkundeten die französischen Schüler*innen am Nachmittag Highlights des römischen und mittelalterlichen Triers.
Der Donnerstag stand im Zeichen von Sport, Natur und Teamgeist. In binationalen Gruppen paddelten wir in 3er und 4er Canadiern über den Wiltinger Saarbogen von Schoden nach Kanzem. Bei strahlendem Sonnenschein verbrachte die Gruppe einen erlebnisreichen Tag auf dem Wasser und zeigte einmal mehr, dass Teamgeist und Spaß jede Sprachbarriere überwinden.
Am Freitag wurden die Austauschpaare produktiv tätig. In der Trierer Innenstadt befragten sie zunächst Passanten zu ihren Lieblingsorten in Trier, Eigenschaften und Merkmale, die für sie typisch trierisch sind und Redewenden auf Trierer Platt. Anschließend wurden die besten Antworten zu einer kurzen Audiodatei zusammengeschnitten. Auch wenn es etwas Überwindung kostete, auf Fremde zuzugehen und sie um eine Aufnahme zu bitten, war es eine besondere Erfahrung, die Stadt durch die Augen der Einheimischen zu sehen.
Das Wochenende verbrachten die Austauschschüler*innen individuell mit ihren Gastfamilien. Ein Wochenende in Frankfurt, ein Besuch der Zauberflöte im Staatstheater Saarbrücken oder ein Tag am Badesee, die Unternehmungen waren vielfältig und hinterließen bleibende Erinnerungen.
Am Montag unternahm die gesamte Gruppe einen Ausflug nach Koblenz, wo eine Schiffsrundfahrt auf Mosel und Rhein, ein gemeinsames Mittagessen und ein Postkartenwettbewerb in der Koblenzer Altstadt auf dem Programm standen. Besonders viel Spaß machte die Suche nach dem Wahrzeichen der Stadt, dem wasserspeienden „Kowelenzer Schängelche“. Der Name geht auf die Zeit zurück, als Koblenz unter französischer Herrschaft stand (1794-1814) und viele Kinder französischer Herkunft Hans oder Johann genannt wurden – eine Entsprechung des französischen „Jean“, das in der Koblenzer Mundart zu „Schang“. Hier galt es nicht nur den Ursprung des Namens herauszufinden, sondern auch ein kreatives Gruppenfoto mit dem „Schängel“ zu machen.
Am letzten gemeinsamen Tag besuchten die Austauschschüler*innen nochmals den Unterricht, bevor die Ergebnisse der Straßenumfragen und des Postkartenwettbewerbs ausgewertet wurden. Den Höhepunkt der Begegnung bildete für viele die am Nachmittag am Pfarrhaus St. Agritius in Trier Ost stattfindende Abschlussfeier. Bei Bratwürstchen, Musik, Basketball und viel Sonnenschein ließen die Teilnehmenden den Austausch gemeinsam ausklingen.
Am nächsten Morgen war es dann nach acht Tagen an der Zeit, auf Wiedersehen zu sagen. Auch wenn der Abschied schwerfiel, bleiben die Erinnerungen und viele Austauschpaare planen bereits ein Wiedersehen.
Zwei Zitate und Bilder geben einen Einblick in die Erfahrungen der Teilnehmenden:
„Der Austausch war unvergesslich. Ich habe dadurch nicht nur Selbstvertrauen und Mut gewonnen, sondern auch neue Freunde gefunden.“ – Anna
„In dieser Zeit haben wir gelernt, dass Freundschaften nicht nur durch Gemeinsamkeiten und Gespräche entstehen können.“ – Sarah
(Franziska Leitzgen)